Dienstag, 24. Februar 2009

Rente oder Rehabilitation?

Das Risiko, berufsunfähig zu werden, trifft fast ein Viertel der Arbeitnehmer. Häufigster Grund sind mittlerweile psychische Erkrankungen (30 % der Fälle), wie Depressionen, und Rückenerkrankungen mit 20 %. Nur ein geringer Prozentsatz wird durch einen Unfall ausgelöst. Die Anerkennung der Berufsunfähigkeit ist über den Arzt zu beantragen und durch ein ärztliches Gutachten nachzuweisen. Liegt dieses vor, führt die Anerkennung der Berufsunfähigkeit automatisch zur Kündigung des Arbeitsplatzes.

Arbeitnehmer sind über die gesetzliche Rentenversicherung versichert und haben Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente. Voraussetzung dafür ist eine Versicherungszeit von mindestens 5 Jahren. In dieser Zeit müssen 3 Jahre lang Beiträge bezahlt worden sein oder Kindererziehungszeiten geltend gemacht werden können. Der Versicherungsfall tritt bei mindestens 50 % Berufsunfähigkeit ein. Diese ist durch ein ärztliches Gutachten nachzuweisen.

Die Höhe der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente hängt von der Höhe des bisherigen Einkommens ab. Durchschnittlich werden 700 Euro pro Monat bei voller Erwerbsminderung bezahlt. Die volle Höhe wird nur bezahlt, wenn die Erwerbsfähigkeit geringer als 3 Stunden pro Tag ist. Zwischen 3 und 6 Stunden Erwerbsfähigkeit wird die Rente zu 50 % gewährt. Besteht generell die Möglichkeit, in einem anderen Beruf zu arbeiten, wird keine Rente bezahlt. Der Betroffene ist dann gezwungen, sich eine andere Arbeit zu suchen oder arbeitslos zu melden.

Ab dem 01.01.2001 gilt die Berufsunfähigkeit in der gesetzlichen Rentenversicherung nur noch für Versicherte die vor dem 02.01.1961 geboren sind und nur in Form der teilweisen Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit nach § 240 SGB VI.

Zu beachten ist dabei aber auch der Grundsatz "Rehabilitation vor Rente", d.h. dass durch geeignete Maßnahmen medizinischer bzw. beruflicher Reha versucht wird, den vorhandenen Arbeitsplatz zu erhalten bzw. einen geeigneten anderen Arbeitsplatz zu finden. Über die Formen und Möglichkeiten der medizinischen bzw. beruflichen Reha werde ich noch gesondert informieren.

Voraussetzungen

  • Sie haben die Regelaltersgrenze für die Altersrente noch nicht erreicht
  • Die Erwerbsfähigkeit kann durch Rehabilitationsmaßnahmen nicht mehr hergestellt werden
  • Sie können generell nur noch weniger als 6 Stunden am Tag arbeiten
  • Sie sind seit mindestens 5 Jahren versichert (sog. Wartezeit) in der gesetzlichen Rentenversicherung. Dazu zählen:
    • Beitragszeiten, auch wenn Sie Krankengeld, Arbeitslosengeld I oder II bezogen haben, sich der Kindererziehung oder der häuslichen Pflege gewidmet haben oder freiwillige Zahlungen geleistet haben
    • Ersatzzeiten, z.B. politische Verfolgung in der DDR
    • Versorgungsausgleich nach Scheidung
    • Zuschläge für 400-Euro-Jobs
    • Rentensplitting
  • Innerhalb der letzten 5 Jahre Mitgliedschaft in der Rentenversicherung haben Sie mindestens 3 Jahre lang Pflichtbeiträge bezahlt
  • Die Wartezeit kann auch weniger als 5 Jahre betragen, wenn
    • die Erwerbsminderung durch oder auftritt und Sie zu diesem Zeitpunkt versicherungspflichtig sind oder in den letzten 2 Jahren wenigstens 12 Monate lang Pflichtbeiträge bezahlt haben
    • die Erwerbsminderung innerhalb von 6 Jahren nach Ihrer Ausbildung auftritt. In den letzten 2 Jahren haben Sie mindestens 12 Monate lang Pflichtbeiträge abgeführt

Montag, 23. Februar 2009

Zitat der Woche




Jedes Leben hat sein Maß an Leid. Manchmal bewirkt eben dieses unser Erwachen.
Buddha, (560 - 480 v. Chr.), auch: Siddhartha Gautama (Pali: Siddhattha Gotama)

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Jetzt ist es ja heute fast auf den Tag genau vier Monate her, seit meinem letzten Posting hier.
Das hat verschiedene Gründe. Zum einen zeitliche - seit September arbeite ich wieder voll und
damit ist einfach der zeitliche Rahmen enger geworden - zum Zweiten geht es mir gesundheitlich
im Moment glücklicherweise sehr gut. Das hatte u.a. zur Folge, dass ich mich nicht mehr
"rund um die Uhr" mit dem Thema CED beschäftige.

Zu Zeiten, wo es mir gesundheitlich schlecht ging, gab es für mich kein anderes Thema. Und
das war einfach falsch. Mein Tipp an alle Betroffenen ist daher erst mal: Es gibt noch ein Leben neben der CED.
Gebt der Krankheit ihren Platz, aber vergesst darüber das Leben nicht.

Das ich mich jetzt entschlossen habe das Blog weiterzuführen heisst un Gott sei Dank nicht,
das es mir wieder schlecht geht. Nein, ich habe festgestellt, dass der Informationsbedarf in
Sachen CED immer noch sehr hoch ist und ich will weiterhin meine persönlichen Erfahrungen
hier anderen Betroffenen zur Verfügung stellen.

Bei der Durchsicht meiner BlogLog Dateien ist mir aufgefallen, dass besonders viele Menschen
über die Suche nach "Rente", "EM - Rente" und ähnliche Suchbegriffe auf mein Blog gestossen
sind.
Daher möchte ich in Zukunft auch zu diesen Themen hier etwas einstellen (basierend auch auf eigenen Erfahrungen).

Zur ersten Information hier mal ein paar Links zum Thema.
1. Forum Schwerbehinderung-aktuell.de
2. Deutsche Rentenversicherung
3. Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter (Fragen zur Schwerbehinderung)

Aber auch alle andere Themen werde ich gerne weiterführen.

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Promis und CED

Spätestens seid Anastacia wissen wir ja, dass auch prominente Künstler von MC oder CU betroffen sein können. Sie hatte sich dankenswerter weise dazu entschlossen, offen über ihre Krankheit zu sprechen und damit vielleicht vielen von uns die Angst und Scham genommen, uns ebenfalls im Bekanntenkreis als chronisch krank zu outen.

Weniger bekannt dagegen dürfte sein, dass auch Dwight D. Eisenhower, und sein Nachfolger, der charismatische John F. Kennedy, an Colitis ulcerosa erkrankt waren.

Auch der Bruder von George Bush, Marvin, leidet an CU. 1985 wurde ihm der Dickdarm entfernt. Seine Mutter, die ehemalige First Lady Barbara Bush, wirbt deshalb in TV-Spots für die Aufklärungsarbeit der US-amerikanischen Crohn- und Colitisvereinigung CCFA.

Oder etwa die Schauspielerin Shannen Doherty, bekannt aus der Serie " Beverla Hills 90210", die unter Morbus Crohn leidet und "deshalb öfter mal den Set verlassen musste, um schnell zur Toilette zu eilen".

Bemerkenswert auch die Geschichte um Matthias Michl, der trotz seines MC Ultra Triatlons bestreitet. Das heisst, 11,4 Kilometer Schwimmen, 540 Kilometer Radfahren und 126,6 Kilometer Laufen.
matthias michl

All diese Beispiele zeigen uns, so hoffe ich, dass eine CED nicht gleich bedeutet von allem ausgeschlossen zu sein, sondern genau so aktiv am Leben teilhaben zu können, wie andere auch.






Eine Liste mit weiteren an CED erkrankter Promis findet man bei Wikipedia

Dienstag, 14. Oktober 2008

Leitlinien zur Crohn-Therapie überarbeitet

Schubschwere und Ausdehnung der Entzündung sind bei Morbus Crohn - auch in aktuellen Leitlinien - maßgeblich für die Therapie. (26.09.2008)

-> ganzer Artikel aerztezeitung

Freitag, 27. Juni 2008

Gedankensplitter



Gruß an die
Morgendämmerung

Sieh diesen Tag!
Denn er ist Leben, ja das Leben selbst.
in seinem kurzen Lauf
liegt all die Wahrheit, alles Wesen deines
Seins:
Die Seligkeit zu wachsen,
Die Freude zu handeln,
Die Pracht der Schönheit,
denn gestern ist nur noch ein Traum,
und morgen ist nur ein Bild der Phantasie,
doch heute, richtig gelebt,
verwandelt jedes Gestern in einen
glückseligen Traum,
und jedes Morgen in ein Bild der Hoffnung.
So sieh denn diesen Tag genau!
Das ist der Gruß der Morgendämmerung.


(Kalidasa, Indien)

Donnerstag, 26. Juni 2008

Oregano wirkt gegen Entzündungen


Oregano, vielleicht ein neues wirksames Heilkraut? Das intensiv schmeckende Gewürz enthält eine Substanz namens Beta-Caryophyllen (E-BCP), die offenbar entzündungshemmend wirkt. Dies haben Forscher der Universität Bonn und der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) entdeckt.
E-BCP ist ein Inhaltsstoff, der in vielen Gewürz- und Nahrungspflanzen enthalten ist. So kommt die Substanz neben Oregano unter anderem auch in Basilikum, Rosmarin, Zimt und schwarzem Pfeffer vor.
Den ganzen und ähnliche Artikel kann man hier weiterlesen.
  1. suedeutsche.de
  2. Focus online
  3. Welt online
Foto: pixelio.de/Maja Dumat

Samstag, 3. Mai 2008

Zitat der Woche VIII

Man kann die Erkenntnisse der Medizin auf eine knappe Formel bringen: Wasser, mäßig genossen, ist unschädlich.
Mark Twain

Im Netz gefunden.

Ich möchte heute mal auf eine sehr informative und gut gemachte Webseite aufmerksam machen, auf die ich
in den letzten Tagen gestoßen bin. Die Fülle, der gut recherchierten Informationen decken sich weitgehend mit meinen eigenen Erfahrungen. Besonders lesenswert, die Porträts von CED Patienten und von Angehörigen.
Ihr findet die Seite unter CED - Alles was geht.de

Und hier findet ihr die Patientenporträts.

Dienstag, 22. April 2008

Zitat der Woche VII

Du sollst nicht erzürnen über diese Welt. Sie kümmert sich nicht drum. So ordne, was da kommt, in deine kleine Welt, und du wirst glücklich sein.

Plutarch von Chäronea, (etwa 50 - 120 n. Chr.), griechischer Philosoph, Historiker und Konsul von Griechenland