Dienstag, 3. November 2009

Die Last der falschen Hoffnung

Hoffnung kann Patienten helfen, mit einem schweren Leiden besser fertig zu werden. Doch für chronisch Kranke kann Hoffnung zum Bumerang werden: Der Glaube, wieder ganz gesund zu werden, hindert sie daran, ihr Leben mit der Beeinträchtigung zu akzeptieren. Sie sind daher unglücklicher als vergleichbare Menschen, die wissen, dass sie nie wieder ganz der oder die Alte werden.
Ganzer Artikel: Focus - Online

Montag, 5. Oktober 2009

Sanfte Koloskopie

Abführmittel mit Zitronengeschmack und sedierende Medikamente machen aus der Darmspiegelung eine sanfte Prozedur.

Auch wenn es Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen vielleicht nicht so gerne hören: Der Stellenwert der Darmspiegelung – von Zynikern gerne als Hafenrundfahrt bezeichnet – hat sich trotz der Einführung neuer Untersuchungsverfahren kaum verändert. Zur Diagnosestellung und zur Krebsfrüherkennung ist die Untersuchung nach wie vor unverzichtbar. Darüber hinaus müssen sich manche Patienten auch im Krankheitsverlauf immer wieder mal einer Koloskopie unterziehen. Drum herum kommt also keiner. Umso ungünstiger, dass kaum eine Untersuchung so unbeliebt ist.



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Samstag, 22. August 2009

Fakten zu einem verblüffenden Organ

Der Darm produziert Haschisch und andere drogenartige Substanzen - Begierig auf Fett


Der Dickdarm und der etwa doppelt so lange Dünndarm werden beim Erwachsenen zusammen durchschnittlich fünf bis sechs Meter lang. Ausgebreitet würden die gefalteten Schleimhäute des Darms eine Fläche von 200 bis 400 Quadratmetern einnehmen. Der Darm in einem 75-jährigen Menschen hat bis dahin rund 30 Tonnen fester Nahrung verdaut - beispielsweise 4,5 Tonnen Fleisch und Wurst, wenn der Jahreskonsum bei 60 Kilo liegt, dem aktuellen Pro-Kopf-Durchschnitt. Hinzu kommen etwa 50.000 Liter Flüssigkeit, ein kleines Schwimmbecken voll.


Wenn der Darm verrückt spielt, hat das enormen Einfluss auf die Psyche. Auch das gesunde Organ beeinflusst das seelische Wohlbefinden. Im Darm lassen sich drogenähnliche Substanzen wie der Nervenbotenstoff Dopamin, Opiate und beruhigende Benzodiazepine nachweisen. Selbst Cannabinoide produziert der Darm, quasi körpereigenes Haschisch. Rund 70 Prozent der Immunzellen unsere körpereigenen Abwehr sitzen im Darm.


Wer täglich acht Minuten auf der Toilette zubringt, wird nach vollendetem 75. Lebensjahr fast 3650 Stunden dort verbracht haben, also etwa 150 Tage oder umgerechnet fünf volle Monate.


Im Dünndarm findet der überwiegende Teil der Verdauung der Nahrung durch Enzyme und die Aufnahme der Spaltprodukte ins Blut statt. Im Dickdarm werden hauptsächlich Wasser und Salze aus dem Speisebrei aufgenommen.


Bundesbürger essen heute 70 Prozent weniger Getreide und 75 Prozent weniger Ballaststoffe als noch vor hundert Jahren. Ihr Fleischkonsum hat sich in diesem Zeitraum verfünffacht. Nicht Schritt halten kann der Darm auch mit anderen Änderungen der Essensgewohnheiten: Steinzeitmenschen aßen wegen ihrer Pflanzenkost und des mageren Wildfleischs deutlich weniger Fett als die Menschen moderner Industriestaaten und weniger Salz und Zucker. Fette als Mangelware wurden vom Körper der Frühmenschen begierig aufgenommen, um Depots für Hungertage zu bilden. Das macht unser noch recht altmodischer Körper bis heute so, bloß bleiben hierzulande Hungersnöte aus. Stattdessen wachsen bei Bewegungsmuffeln die Fettpolster.

Quelle: Die Rheinpfalz von 20.08.2009

Samstag, 11. Juli 2009

Lebensmittel Imitate

Mal was ernsteres als sonst an dieser Stelle. Aber für mich als Hobby Koch und jemand, der weiß bzw. am eigenen Leib erfahren hat, wie die Qualität und Naturbelassenheit von Lebensmitteln sich auf die eigene Gesundheit auswirken können, sind die folgenden Nachrichten einfach zum Ko****.

Lebensmittelkontrollen
Wirte servieren häufig Mogelschinken
Viele Gastwirte servieren ihren Kunden billiges Schinkenimitat als angeblichen Kochschinken. Der Mogelschinken hat mit Kochschinken nicht viel gemein: Er besteht aus Stärkegel mit Fleischstückchen.
Quelle: Focus

oder

ANALOGKÄSE, GEL-SCHINKEN UND CO.
Verbraucherschützer decken Lebensmittel-Tricksereien auf
Quelle: Spiegel online



Analogkäse, Gel Schinken – für mich jetzt schon die Unwörter des Jahres.
Das hat nichts mehr mit “Lebens”mitteln zu tun.

Analogkäse auch Kunstkäse, Käse- Ersatz oder Käse- Imitat genannt, werden Käse- Imitate bezeichnet, die nicht oder nur zu einem Anteil aus Milch oder Milchprodukten bestehen. Das Milchfett wird dabei durch andere tierische oder pflanzliche Fette ersetzt, teilweise gilt das auch für Milcheiweiß.

Gel – Schinken auch Schinken- Ersatzprodukt oder Schinken- Imitat genannt – besteht aus zerkleinertem Fleisch, Fleischresten, darunter zum Teil auch Separatorenfleisch. Diese werden mit Bindegewebe, Dickungsmitteln, Bindemitteln, weiteren Zusatzstoffen und Wasser zu einem Teig verarbeitet und schließlich zu einer schnittfesten, wurstartigen Masse gegart.

Aber es wird ja noch schlimmer. “Der Käufer muss inzwischen nicht mehr nur mit Analogkäse und Formschinken rechnen, sondern auch mit gestrecktem Pesto oder Schokoladenkeksen ohne Schokolade”, sagt Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale. “Und das nicht nur bei den Billigmarken, sondern auch bei teuren Markenartikeln.”

Das ist meiner Meinung nach einfach Betrug. Immer mehr Anbieter sparen bei ihren Produkten an den Originalzutaten und verwenden stattdessen billigere Ersatzstoffe. Und nicht nur Billiganbieter, sondern sogar Hersteller von höherpreisigen Produkten.

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat eine pdf Liste mit Imitat Lebensmitteln veröffentlicht. zur Liste

Und was tun unsere zuständigen Behörden? “Auf dem Lebensmittelmarkt sind rechtstaatliche Prinzipien außer Kraft gesetzt”, schimpft Foodwatch-Chef Bode. “Es ist, als würde die Polizei bekannt geben, dass massenweise Falschgeld im Umlauf ist – es aber nicht aus dem Verkehr zieht, sondern den Bürgern erklärt, wie sie die Blüten erkennen können. So verhalten sich die Behörden bei Schinken-Imitat.” Sagt wohl alles.

Da hilft nur genau die Zutatenliste kontrollieren und diesen Imitatschrott liegen lassen.
Billig um jeden Preis geht gerade bei Lebensmitteln nicht.
Weder Massentierhaltung, unnötige Qual – Tiertransporte, Gen – Lebensmittel oder künstliche Imitat – Lebensmittel sind es wert, ein paar Cents zu sparen.
Ich wundere mich manchmal, was der Verbraucher sich noch alles servieren läßt, Hauptsache es ist billig. Gerade wir Crohn/Colitis Patienten sollten auf qualitativ hochwertige Lebensmittel achten und diesen billig Imitaten die rote Karte zeigen. Wünschenswert wäre, dass die zuständigen Behörden genauer auf die Einhaltung der Inhaltsstoffe Liste achten würden.

Samstag, 13. Juni 2009

ALG2 Empfänger als 0 Euro Praktikanten

Wie man hier zu Lande mit ALG2 Empfängern umgeht, zeigt dieser Bericht von Report Mainz, von 2008.

Verantwortlichen Beamten und Behörden betrügen damit die Deutsche Bevölkerung. Firmen sparen sich dadurch regulär bezahlte Arbeitsplätze ein und der Staat verzichtet deshalb auf die Lohn- und Sozialabgaben, für die Profitgier der Arbeitgeber.


Donnerstag, 21. Mai 2009

Jahrestagung der Deutschen Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) e.V.

An der Universität Leipzig finden die Jahrestagung der Deutschen Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) e.V. sowie die Mitgliederversammlung des Vereins statt. Der DCCV ist der Selbsthilfeverband für die rund 300.000 Menschen mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung (CED) in Deutschland.

Zeit: 06. Juni 2009, 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Ort: Liebigstraße 27 b
Hörsaal Carl-Ludwig-Institut

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Joachim Mössner
Telefon: +49 341 97-12200
E-Mail: moej@medizin.uni-leipzig.de
http://www.uni-leipzig.de/~medkl2
zur Deutschen Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) e.V.:
Weitere Informationen:

Mittwoch, 20. Mai 2009

Unabhängige Patientenberatung


Probleme mit der Krankenkasse, dem Arzt? Man fühlt sich hilflos, ausgeliefert, ungerecht behandelt?
Als chronisch krankem Patienten kann das immer wieder passieren. Ärzte verweigern die Rezeptierung wichtiger Medikamente, Kassen verweigern die Übernahme der Kosten von notwendigen Hilfsmitteln etc. Und man fühlt sich machtlos dem gegenüber.

Aber Patienten haben auch Rechte. Leider wissen die Wenigsten, welche Rechte sie Kassen und Ärzten gegenüber haben.

Hilfe bietet da, die Unabhängige Patientenberatung im Internet. Unter der bundesweiten, kostenlosen Rufnummer 0800 0 11 77 22 ist die UPD auch telefonisch zu erreichen.



Hier finden Sie alles Wichtige über unser Beratungsungsangebot und über unsere Beratungsstellen. Außerdem halten wir aktuelle Informationen für Sie bereit.

In unserer Rubrikenberatung.de bieten wir Ihnen verschiedene ausgewählte Informationsblätter zu Themen, die in der Beratung der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland immer wieder angefragt werden.

In der Rubrik "UPD-Beratungsfall des Monats" machen wir regelmäßig auf Inhalte aufmerksam, die bei den Ratsuchenden für Unsicherheiten und Klärungsbedarf sorgen und die deshalb in den 22 Beratungsstellen und am bundesweiten Beratungstelefon der UPD wiederholt angefragt werden. Den "UPD-Beratungsfall des Monats" finden Sie hier.

Samstag, 2. Mai 2009

3. Mai 2009 Weltlachtag

Ja auch das gibt es. Morgen ist Weltlachtag. Da Lachen bekanntlich gesund ist und auch glücklich macht, wie man sich hier überzeugen kann, dachte ich mir mal wieder was für eure Gesundheit und euer Glück zu tun.



Montag, 20. April 2009

Neun-Kräutersuppe - gesunde Leckerrei

Im Frühjahr, wenn die ersten frischen Kräuter wachsen bzw. auf dem Wochenmarkt angeboten werden, wächst auch bei mir die Lust auf Salate und Gerichte, die mit möglichst vielen Kräutern geschmacklich veredelt werden können.
Ein solches Gericht ist die "Neun-Kräutersuppe", die seit alters her aus Tradition an Gründonnerstag gegessen wird. Denn Kräuter, die an diesem Tag gegessen werden, haben nach einem alten Volksglauben besonders starke Heilwirkung. Nun ist Gründonnerstag zwar schon vorbei, aber auch jetzt gegessen hat die Suppe ihre Wirkung.

Eine Suppe aus neun Kräutern soll sogar das ganze Jahr über Gesundheit garantieren und das Fieber abhalten. Welche Kräuter in die Suppe kommen, hängt davon ab, wie weit der Frühling schon gekommen ist. Petersilie und Kerbel sollten aber auf keinen Fall fehlen.


Mein Vorschlag: Kerbel, Sauerampfer, Bärlauch, Petersilie, Brunnenkresse Dill, Koriander, Schnittlauch, Löwenzahn, Wegerich, Brennnessel.
Den Kräutern wird u.a. folgende Heilwirkung zugeschrieben:
  • Brennnessel (Úrtica spec.):
    blutreinigend, reich an Kieselerde, gut für Haut und Haar
  • Löwenzahn (Taráxacum officinále):
    anregend für Galle und Leberfunktion
  • Sauerampfer (Rúmex acetósa):
    ideales Mittel gegen Schnupfen und Katarrh
  • Spitzwegerich (Plantágo lanceoláta):
    entzündungshemmend, gegen Katarrh
  • Petersilie (Petroselínum sp.):
    viele Vitamine
  • Kerbel (Anthríscus sylvéstris):
    blutreinigend
  • Brunnenkresse (Nastúrtium officinále):
    aktiviert den Stoffwechsel
  • Bärlauch (Állium ursínum):
    gegen Arterienverkalkung sowie gegen Magen-Darm-Katarrh

Zutaten für die Suppe

  • 60 g Butterschmalz
  • 1 kleine Zwiebel
  • Verschiedene Kräuter, Brennnessel, Löwenzahn, Sauerampfer, Spitzwegerich, Petersilie
    Brunnenkresse, Bärlauch, Petersilie, Kerbel
  • 60 g Mehl
  • 1 ½ l Gemüsebrühe (kalt)

Zubereitung

Die Zwiebel andünsten. Brennnessel, Löwenzahn, Sauerampfer, Spitzwegerich, einen Teil der Petersilie und der Kerbel zugeben und mit Mehl bestäuben. Die kalte Gemüsebrühe angießen und 5 Minuten köcheln lassen. Die restlichen Kräuter zugeben. Mit einem Schuss Rahm, Pfeffer, Muskat, Salz sowie einer Prise Zucker abschmecken und alles kurz durchmixen.

Nach Belieben mit einem Häubchen geschlagener Sahne garnieren.



Freitag, 17. April 2009

Zitat zum Thema Gesundheit

Die Wartezeit, die man bei Ärzten verbringt, würde in den meisten Fällen ausreichen, um selbst Medizin zu studieren.
Dieter Hallervorden